Geschichte des Imkervereins Klettgau e.V.

Im Jahr 1857 wurde durch Lehrer Ludwig Huber die Gründung des „Badischen Landesvereins für Bienenzucht“ angeregt. Besaß er anfangs 53 Strohkörbe, so wuchs seine Imkerei mit den neuen Dzierzonbeuten (mobile Rahmen) auf 200 Völker an. Sein Lehrbuch erschien im selben Jahr, welche bis 1955 insgesamt 19 Auflagen erlebte. Dekan Franz Xaver Weingärtner, Oberkirch war erster Vorsitzender. Johann Martin Roth, Hauptlehrer, geb. 1858 erweiterte die überregionale Schulung durch Wort und Schrift. So gründete er die „Badische Vereinszeitung“, den Badischen Imkerkalender und „Das Jahrbuch des Imkers“. 1891 gründete er die erste Imkerschule Deutschlands. Im 100. Jubiläumsjahr 1957 gab es in Gesamtbaden 16.500 Imker mit 150.000 Völkern. In Südbaden war unter franz. Besatzung der „Landesverband Badischer Imker“ entstanden, in Nordbaden unter US-Verwaltung der „Landesverein Badischer Bienenzüchter“. Beide Verbände zu vereinen, gelang aber erst 1963.


1890 Im Frühjahr Gründungsversammlung in Dettighofen. Initiator der Vereinsgründung und dann auch Vorstand war Alexander Württemberger aus Dettighofen. 58 Imker konnten damals als Mitglieder gewonnen werden.


1912 Geisslingen trennt sich vom Bienenverein Klettgau und gründet zusammen mit Schwerzen und Horheim den Imkerverein Heidegg. Die Gründe für die Trennung sind nicht bekannt. Betrachtet man jedoch die damaligen Verkehrs- / Kommunikationswege, so muss es doch eine rechte Herausforderung gewesen sein, einen Verein mit dieser geografischen Ausdehnung zu führen.


1934 Wiedervereinigung des Bienenvereins Klettgau mit dem Imkerverein Heidegg.


1948 Der Verein trennt sich erneut. Geisslingen, Griessen, Rechberg, Erzingen, Weisweil, Riedern und Bühl finden sich zusammen im neu gegründeten Imkerverein Heidegg. Grund für die Trennung sind die nach dem 2. Weltkrieg äusserst schwierigen Verkehrsverbindungen.


1969 Es erfolgt wiederum der Zusammenschluss der beiden Vereine. Das heutige Vereinsgebiet umfasst die Gemeinden Klettgau mit Erzingen, Rechberg, Griessen, Geisslingen, Weisweil, Riedern und Bühl. Dettighofen mit Berwangen, Baltersweil und Eichberg. Lottstetten mit Balm und Nack sowie Jestetten mit Altenburg.


2013 Der Verein gibt sich eine neue Satzung. Aktuell zählt der Verein 55 Mitglieder mit wieder steigender Tendenz. Vielleicht erreicht er bis zum 125-jährigen Jubiläum erneut die Mitgliedezahl der Gründerzeit.